Wappen von Pallandt Freiherr von Pallandt
ehemaliger Stammsitz der mächtigen Herren von Pallandt






Wege zur Kunst - Exkursion Eschweiler
Burg Weisweiler - ehemaliger Rittersitz derer von Pallandt und von Hatzfeldt
Schloss Pallandt - ehemaliger Stammsitz derer von Pallandt und von Hatzfeldt


Bilder Eschweiler Nachrichten, Jülischer Nachrichten, Fotos: Michael Uhr

(Bilder wegen Persönlichkeitsrechten teilweise geschwärzt).



Hans von Pallandt
und Karl - Heinz John


Karl-Heinz John



Dr. Margret Reusch aus dem Hause Pallandt Hans von Pallandt
und Karl - Heinz John



Karl - Heinz John
Hans von Pallandt



Direktor der Sparkasse Eschweiler, Hans von Pallandt
und Karl - Heinz John



Hans von Pallandt
Hans von Pallandt und Karl-Heinz John

Karl-Heinz John


Vorburgen Haus Pallandt


Frau Brück im Gespräch
mit dem Herrn Direktor der Sparkasse

Frau Brück im Gespräch

Eintrag in das goldene Buch der Stadt Eschweiler
im Rathaus Eschweiler
Bilder Eschweiler Nachrichten, Jülischer Nachrichten, Fotos: Michael Uhr



Floris von Palant (1537-1598), Graf von Culemborg

Die rheinisch-niederländische Adelsfamilie von Palant gehörte zu den weitverbreiteten und alteingesessenen Dynastien im Rheinland und stand über einen langen Zeitraum hinweg im Besitz zahlreicher Herrschaftsgebiete in den Herzogtümern Jülich und Kleve sowie in Kurköln. Neben dem Stammsitz bei Weisweiler gehörten dazu beispielsweise die Herrschaften Laurenzberg und Kinzweiler bei Aachen, von wo die Familie in der Nachfolge des dort im frühen 14. Jahrhundert als Vogt amtierenden Arnoldus Parvus (gestorben 1343) sich ableitete, Vettelhoven und Wildenburg in der Eifel sowie Frechen und Bachem bei Köln.

Um 1500 teilte sich die Familie in zwei Linien: ein auf Johann I. von Palant zurückgehender Ast, der im Laufe der Reformation altgläubig blieb, und ein von Eberhard von Palant (1514-1540) abstammender Teil, der protestantisch wurde und dessen erster wichtiger Vertreter Floris I. war. Dieser wurde im Jahr 1537 als einziges Kind Eberhards und seiner Frau Margarethe von Lalaing (gestorben 1592) geboren. Während Margarethe schon kurz nach der Geburt dem Wahnsinn verfiel, starb Eberhard bereits im Jahr 1540. Der junge Floris wuchs bei seiner Großtante Elisabeth von Culemborg (1475-1555) auf, nachdem auch seine Großeltern Johann von Palant (1481-1514) und Anna von Culemborg (gestorben 1538) nicht mehr lebten.

Die Herrlichkeit Culemborg liegt westlich von Arnheim und besteht formal bis heute – das niederländische Königshaus führt den Titel der Grafen von Culemborg. Die Erhebung in den Grafenstand erfolgte am 18.12.1555 durch Kaiser Karl V. (1500-1558, Regierungszeit 1519-1556), wenige Tage nach dem Tod Elisabeths am 9. Dezember. Die Ziehmutter des Floris von Palant hatte sich offensichtlich persönlich stark für ihren Großneffen verwendet und dabei sicherlich auch von ihrem hohen Ansehen in Culemborg profitiert, das sie sich durch ihre Mildtätigkeit und Großzügigkeit erworben hatte. So hinterließ die Kinderlose noch in ihrem Testament einen ansehnlichen Betrag für die Errichtung eines Waisenhauses, das immerhin bis 1956 bestand.

Mit Elisabeths Tod ging die Herrschaft Culemborg auf die Familie von Palant über. Floris, gerade 18-jährig, übersiedelte nach Brüssel, wo der junge Adlige Page am Hof der Statthalterin Maria von Ungarn (1505-1558) – als Tochter Philipps des Schönen (1478-1506) Mitglied des Hauses Österreich – wurde und das Stadtpalais „Auf dem Sand“ erwarb. Beides, die Aufnahme ins Gefolge Marias und die damit verbundene Wohnsitznahme im Herzen des habsburgischen Herzogtums Brabant zeigt, dass Floris in dieser Zeit noch keineswegs als Protestant zu gelten hätte – unabhängig davon, wie seine persönliche Gesinnung gewesen sein mag, wie im Übrigen für die meisten Adligen des 16. Jahrhunderts die Konfession eine den dynastischen Interessen klar untergeordnete Rolle spielte. So trat Floris 1557 in die Dienste der habsburgischen Truppen unter Führung des neuen Statthalters Emanuel Philibert von Savoyen (1528-1580) und nahm an der Schlacht von Saint-Quentin am 10.8.1557 teil, in welcher Habsburg einen glanzvollen Sieg über Frankreich errang. 1559 wurde in Culemborg sogar ein von Floris unterzeichnetes Todesurteil vollstreckt und der Wiedertäufer Cornelis de Man verbrannt.

1562 lernte er seine Gemahlin Elisabeth (um 1543-1569) aus einer lutherisch gewordenen Seitenlinie der Eifeldynastie Manderscheid kennen. Floris, von dem es heißt, er habe zeitlebens nach einem „Kompass“ gesucht, wandte sich nach der Hochzeit 1564 unter dem Einfluss seiner Frau der Reformation zu. Auf Schloss Culemborg führte er den reformierten Gottesdienst ein, sein Brüsseler Haus avancierte zum Treffpunkt für die Adligen um Wilhelm von Oranien (1533-1584) und Lamoral von Egmond (1522-1568), die sich gegen die spanische Bevormundung und auch die brutale Verfolgung von Neugläubigen wehrten und im Dezember 1565 den „Compromis des Nobles“ unterzeichneten. Damit stellten sie sich offen gegen die Herrschaft der habsburgischen Statthalterin Margarethe von Parma (1522-1586), einer unehelichen Tochter Karls V., und vor allem ihres Ministers, des Kardinals Antoine Perrenot de Granvelle (1517-1586).

Floris von Palant befand sich also mitten unter den Initiatoren des niederländischen Aufstandes, der gleichsam den Beginn des Achtzigjährigen Krieges und damit tief greifender Umwälzungen in Europa markiert. Nachdem Egmond am spanischen Hof nichts im Sinne der adligen Opposition hatte erreichen können, sondern vielmehr geschickt auf die Seite der Habsburger gezogen worden war, potenzierte sich der Unmut des Adels, aber auch in weiten Teilen der Bevölkerung. Im August 1566 begann ein wütender, calvinistischer Bildersturm, an dem sich Floris von Palant persönlich in der Culemborger Barbarakirche beteiligte. Aber auch wenn ihm zuweilen sogar eine führende Rolle bei diesem Aufstand zugeschrieben wird: als der Herzog von Alba (1507-1582), den Margarethes Halbbruder König Philipp II. von Spanien (1527-1598, Regierungszeit 1556-1598) zur Wiederherstellung der Ordnung entsandt hatte, in Brüssel eintraf und Floris vor den Blutrat gestellt werden sollte, flüchtete er auf seinen Besitz Wertherbruch bei Hamminkeln, wo er umgehend das reformierte Bekenntnis einführte. Seine niederländischen Besitzungen, insbesondere das Schloss Culemborg und sein Haus in Brüssel, verlor er durch seine Flucht. Letzteres soll auf Geheiß des Herzogs von Alba vollständig abgerissen und die Erde mit Salz bestreut worden sein, damit darauf nichts mehr wachsen konnte.

1567/1568 hielt Floris sich auch in Köln auf, wo 1567 seine Tochter Elisabeth (gestorben 1620) geboren wurde. In seinem Gefolge reiste ein namentlich nicht näher bekannter Theologe, den der Culemborger aussandte, um in seinen rund um Köln gelegenen Herrschaften zu predigen. Dabei stieß er jedoch auf den Widerstand sowohl des Herzogs von Jülich aus auch des Rates der Stadt Köln, der ihn vor die Wahl stellte, den Prediger zu entlassen oder mit ihm zusammen die Stadt zu verlassen. Daraufhin reiste Floris ins nassauische Biebrich, wo die Familie seiner Frau begütert war.

Diese starb hier im Jahr 1569; bereits 1571 vermählte er sich ein zweites Mal mit Philippa Sidonia (1557-1602), ebenfalls aus dem Haus Manderscheid, allerdings dem Gerolsteiner Zweig, die er wenig liebevoll sein „Hauskreuz“ nannte. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder: Eberhard (geboren 1572), der wohl früh verstarb, und Floris II. (1578-1639), der nach einem Studium an der Universität Leiden in die politischen und diplomatischen Dienste der Generalstaaten eintrat. Seine Kindheit muss jedoch recht unglücklich verlaufen sein, da der Vater beständiges Misstrauen gegen die eheliche Treue der Mutter hegte und ab etwa 1580 wohl auch an einer mit den Jahren immer schwerer werdenden Depression litt. Ob Floris und Philippa Sidonia auch einen Disput über die konfessionelle Prägung ihres Sohnes führten – die Mutter soll eine katholische Erziehung gewünscht haben, der Vater eine calvinistische – ist ungewiss.

Nach seiner Rückkehr in die Niederlande nahm Floris regelmäßig an den Zusammenkünften der zur Unabhängigkeit von Spanien strebenden Generalstaaten teil, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Bereits 1578 hatte er das Angebot der geldrischen Stände, die Statthalterschaft im Herzogtum zu übernehmen, abgelehnt und die Kandidatur Johanns von Nassau (1536-1606), des Bruders Wilhelms von Oranien, befürwortet. Nach Wilhelms Tod begrüßte Floris das dem englischen Adligen Robert Dudley, Graf von Leicester (1532-1588), angetragene Generalgouvernement, das jedoch wegen Differenzen mit den Generalstaatenschnell scheiterte. 1589 trat Floris letztmalig in Erscheinung, als er bei der abermaligen Vakanz der geldrischen Statthalterschaft Moritz von Oranien (1567-1625) unterstützte, obwohl er zuvor wohl noch versucht hatte, Anhänger des Grafen Leicester in Position zu bringen, weil er sich von deren calvinistischer und zentralistischer Politik positive Effekte für die Landesherrschaft versprach.

Floris von Palant starb am 29.9.1598 in Culemborg.


Page Content

Culemborg, Floris I van Pallandt, graaf van
Nederlands edelman, voorman van het Verbond der Edelen, medestander van Willem van Oranje

?, 1537 - Culemborg, 29 september 1598

Biografie
Wegens het vroege overlijden van zijn vader Everard van Palland en de krankzinnigheid van zijn moeder Margaretha van Lalaing, kwam de opvoeding van de jonge Floris in handen van zijn tante, Elisabeth van Pallandt, gravin van Lalaing-Hoogstraten. Zij genoot een reputatie als mecenas. Floris groeide op in Culemborg (destijds dikwijls Kuilenburg geheten) en ging voor de afronding van zijn opvoeding naar het hof in Brussel. Daar diende hij als page bij de landvoogdes, koningin Maria van Hongarije. Ook Karel V had schik in hem en op instigatie van Elisabeth van Pallandt verhief de keizer de heerlijkheid Culemborg tot een graafschap. Floris kocht vervolgens in Brussel een prestigieus stadspaleis, dat hij evenals zichzelf Culemborg noemde. Na de dood van zijn tante werd hij op 19 december 1555 ingehuldigd als graaf van Culemborg. Culemborg diende in het koninklijke leger bij Saint-Quentin en vervolgens in Picardië, waar hij tachtig lichte ruiters bekostigde en aanvoerde, onder supervisie van Emanuel-Filibert van Savoye. Na de vrede met Frankrijk steunde hij met zijn manschappen zijn leenheer in het Duitse Rijk, de bisschop van Münster. In 1562 trouwde hij te Biberich met Elisabeth van Manderscheid; mogelijk was het haar invloed waardoor hij een aanhanger van de hervorming werd.
In de Nederlanden deelde Culemborg de mening van de oppositie: hij ijverde mee voor de verwijdering van Granvelle. Toen Egmond in 1565 naar Spanje vertrok, ondertekende Culemborg met enkele gelijkgezinden een verklaring dat wanneer Egmond iets in Spanje mocht overkomen, zij dit zouden wreken op kardinaal Granvelle. Het was in Culemborgs Brusselse paleis dat de edelen samenkwamen die besloten tot het opstellen van een Eedverbond of Compromis. Hij overlegde met andere edelen, onder wie Willem van Oranje, in Breda en Hoogstraten, over het aanbieden van een Smeekschrift in naam van de hoge en lagere adel van de Nederlanden. Toen de hoge edelen zich terugtrokken, zetten de lagere edelen door. In het paleis van Culemborg kwam zij bijeen en stelden zij het Smeekschrift op. Vanuit zijn paleis trokken zij op 5 april 1566 naar het paleis op de Koudenberg om hun petitie aan te bieden. Een dag later vertrokken zij opnieuw in optocht om het antwoord van de regentes te vernemen. Op 8 april bood Brederode in het paleis van Culemborg een feestmaal aan, waar de aanhangers van het Verbond besloten om zich voortaan Geuzen te noemen. Egmond en Hornes kwamen er ook even binnen, zij het alleen om de graaf van Hoogstraten mee te nemen naar de vergadering van de Raad van State, maar zij kwamen niet weg zonder eerst een dronk op de koning en de geuzen uitgebracht te hebben.
Op 11 april verliet de graaf de hoofdstad om naar de stad Culemborg terug te keren, waar hij een verzoek van protestanten om toewijzing van een kerk nog van de hand wees. Voor overleg verkeerde hij vervolgens in Antwerpen, Sint-Truiden en Duffel. Daarna gaf hij aan een predikant toestemming om in Culemborg te preken, maar hij gelastte op 30 juli 1566 dat andersdenkenden niet mochten worden lastiggevallen. Tegelijkertijd liet hij op ordelijke wijze de beelden uit de kerken van Culemborg verwijderen, al werd er in de Sint-Barbara-kerk toch op 30 september gestormd.
In het voorjaar van 1567 vertrok hij naar zijn goederen in het Duitse Rijk, onder andere Weerd en Biberich. Op 19 januari 1567 werd hij ingedaagd door de Raad van Beroerten en drie maanden later vernam hij dat hij was veroordeeld tot verbanning en dat zijn goederen waren verbeurdverklaard. Het paleis van Culemborg in Brussel, waar de bijeenkomsten van het Eedverbond hadden plaatsgevonden, werd op last van Alva tot op de laatste steen afgebroken, waarna de aarde met zout werd bestrooid, zodat er niets meer kon groeien. Culemborg ondersteunde met geld en manschappen de invallen van graaf Willem van den Bergh en van Lodewijk van Nassau. Nadat de Opstand in Holland zich gestabiliseerd had, vestigde Culemborg zich weer in patria. Op basis van zijn Hollandse goederen had hij recht op zitting in de Staten van Holland, waarin hij vervolgens een vooraanstaande positie innam. Zo drong hij aan op de verlening van de soevereiniteit over Holland en Zeeland aan prins Willem van Oranje, die echter weigerde. Na de Pacificatie van Gent verlegde Culemborg zijn werkterrein naar deze provincie (of eigenlijk: vorstendom), om hier door zijn talenten stabiliteit re realiseren. Het kwartier van Nijmegen zag in januari 1578 in Culemborg een goede kandidaat voor het stadhouderschap, maar zelf steunde hij de kandidatuur van Jan van Nassau, die ook de nieuwe stadhouder werd. Vervolgens was hij een voorstander van het bewind van de graaf van Leicester, omdat hij van diens calvinistische en centrale politiek een gunstige invloed op het landsbestuur verwachtte. Na de mislukking van Leicester bood hij nog wel gastvrijheid aan enkele van diens partijgangers, maar hij was realist genoeg om in prins Maurits de nieuwe man te zien. Hij steunde dienst benoeming tot stadhouder van Gelderland in 1590. Gewaardeerd door zijn ondergeschikten, door staatslieden en geleerden, zou dit leven er een van enkel harmonie geweest zijn als zijn drie zusters en zijn tweede vrouw als ware schikgodinnen hem het leven niet hadden zuur gemaakt.

Anton van der Lem


Literatuur
A.J. van der Aa, Biographisch Woordenboek der Nederlanden XV (Haarlem, 1872) 42-47 (s.v. Pallant)

Allgemeine Deutsche Biographie 4 (Leipzig, 1876) 638-639 (P.L. Muller)

Biographie Nationale de Belgique XVI (Bruxelles, 1901) 499-503 (Ch. Rahlenbeck) (s.v. Pallant) (geboortejaar ten onrechte: 1547)

Nationaal Biografisch Woordenboek: niet opgenomen

Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek V (Leiden, 1921) 423-427 (S.P. Haak)

De protestantse graaf voerde hosties aan zijn papegaai : de Beeldenstorm in de Nederlanden / door Henk van Nierop. In: Historisch nieuwsblad : tweemaandelijks magazine over geschiedenis en het historisch bedrijf, ISSN 0927-2690: vol. 14 (2005), afl. 2 (mrt.), pag. 10-16. Met lit.opg.

La colonne de Culembourg à Bruxelles / [H. Schuermans]. - [Liège : s.n.], [1869]. - 91 p. : ill. ; 23 cm. Overdr. uit: Bulletin des commissions royales d'art et d'archéologie.

Floris I. en II. van Pallant, graven van Culemborg / door G.D.J. Schotel. - Te Arnhem : bij Is. An. Nijhoff, 1846. - [8], VI, 254, 85 p. : portr. ; 22 cm

Historie van het verbond en de smeekschriften der Nederlandsche edelen, ter verkrijginge van vrijheid in den godsdienst en burgerstaat, in de jaaren 1565-1567. : Uit veele oorspronglijke gedenkstukken saamgesteld / door Jona Willem te Water ... - Te Middelburg : By Pieter Gillissen, 1776-1796. - 4 dl. : ill. ; in-8.

Nieuwe tijdinghe van die van Culenborch. Item die supplicatie van die adelen Raet, ende vander borgheren van Culenborch. - [S.l.] : [s.n.], 1566. - in-8
Plaatsingscode UB Amsterdam (Oude Turfmarkt): OK 62-6082
[is dit het stuk waarover Rahlenbeck het heeft?]